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13.05.03 Usability für Augmented Reality Systeme in Entwicklung, Produktion und Service - von der Laborstudie zum Werkzeug für die Praxis

Vortrag von Herrn Andreas Beu, User Interface Design GmbH, München, im Rahmen der Veranstaltungsreihe des AK Interaktive Systeme Stuttgart.

Eine kurze Übersicht zum Inhalt des Vortrags:

  • kurze Einfuehrung in die Gestaltung von UIs fuer AR-Systeme
  • kurze Vorstellung des Projekts ARVIKA
  • Vorstellung des benutzerzentrierten Prozesse fuer die Entwicklung der UI-Konzepte innerhalb von ARVIKA
  • Darstellung der ARVIKA Zielkonfigurationen (beispielsweise Xybernaut MA V + Microvision Retinal Scanning Display)

Hintergrundinformation zu Augmented Realtity AR
Augmented Reality ("Erweiterte Realität") ist eine Form der Interaktion zwischen Mensch und Technik, bei der die wahrgenommene Realität durch zusätzliche, rechnergenerierte Informationen angereichert wird. Diese Anreicherung kann prinzipiell alle Sinnesmodalitäten betreffen, das Hauptaugenmerk gilt in der Regel jedoch der visuellen Einbettung solcher zusätzlichen Daten in das Sichtfeld des Anwenders, beispielsweise über ein Head Mounted Display. Die Einblendungen finden dabei in Echtzeit und kontextabhängig, d.h. passend zum gerade betrachteten realen Objekt, statt.
Im Gegensatz zur Virtual Reality, bei der der Benutzer in einer gänzlich virtuellen Umgebung bewegt, nimmt der Betrachter bei Augmented Reality also sowohl die reale als auch die künstlich erzeugte Welt wahr, im Idealfall "verschmelzen" beide zu einer Einheit.
Auf technischer Seite sind für die Generierung einer AR-Szene im wesentlichen zwei Komponenten notwendig: Das Tracking-System erfaßt möglichst exakt Lage und Position des Beobachters und der realen Objekte. Dabei orientiert es sich an natürlichen oder künstlichen Landmarken, so genannten Markern. Die meisten heute gebräuchlichen Tracking-Systeme arbeiten auf optischer Basis.
Im Darstellungs-System wird die so erfasste reale Welt mit den zusätzlichen, künstlich erzeugten Informationen verschmolzen und dem sensorischen Systems des Betrachters zugeführt. Oftmals handelt es sich hierbei um brillenbasierte Systeme, mit denen die virtuelle Komponente beispielsweise mittels eines Lasers auf die Retina des Betrachters projeziert wird. Andere Systeme arbeiten mit semitransparenten Spiegeln oder am Rande des Blickfeldes angebrachten Monitoren, auf denen ein separat aufgenommenes Videobild als Basis der Überlagerung dient.

Mögliche Anwendungsfelder für Augmented Reality sind u.A. Produktion und Instandhaltung komplexer Maschinen, Entwicklung und Konstruktion von Konsumgütern, der Unterhaltungssektor, der medizinische sowie der militärische Bereich.

Hintergrundinformation zum Projekt ARVIKA
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützte Leitprojekt ARVIKA werden Augmented-Reality-Technologien erforscht und realisiert. Ziel ist es, durch Einsatz solcher Technologien bestimmte Arbeitsprozesse in Entwicklung, Produktion und Service für komplexe technische Produkte und Anlagen zu unterstützen.
Wichtige Industriezweige wie Automobil-, Flugzeug-, Maschinen- und Anlagenbau sollen die im Rahmen des Projektes erforschten Basistechnologien umsetzen und somit von ihm profitieren.
Das Projekt wird von einem Konsortium aus Konzernen der Großindustrie, mittelständisch strukturierten Unternehmen sowie Instituten und Hochschulen getragen. Konsortialleiter ist die Siemens AG, Bereich Automation & Drives.
Weitere Informationen zum Projekt ARVIKA finden sich auf der Webseite http://www.arvika.de.

Information zu A. Beu
Andreas Beu ist Senior Usability Consultant und Manager Industry Solutions bei der User Interface Design GmbH in München. Im Rahmen dieser Tätigkeit berät er Unternehmen aus dem industriellen Umfeld bei der benutzergerechten Gestaltung von Software Produkten und interaktiven Dienstleistungen. Anfang 2003 übernahm er zusätzlich die Leitung der UID Geschäftsstelle in München.

Andreas Beu studierte Maschinenbau und war zuvor bei einem Spin-off des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und dem Fachzentrum für User Interface Design der Siemens AG tätig.

Im Anschluss findet wie immer der Stammtisch der Usablity Professionals Association (UPA) im nahe gelegenen Lokal "Sieben Schwaben" statt.

Über Rückmeldung Ihrerseits freuen wir uns.

Datum:
Dienstag, 13.05.2003 um 18:30 Uhr

Ort:
FIDUCIA AG Karlsruhe/Stuttgart
Schulungszentrum
Im Kaisemer 1 (Skizze)

70191 Stuttgart.

Eingeladen und willkommen sind alle Interessierten, wobei um vorherige Anmeldung gebeten wird.

Kontaktpersonen:

 

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